Was man fürs Recruiting von Familienunternehmen lernen kann
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Von Familienunternehmen lernen

Mitarbeiter als wichtigstes Kapital

Familiengeführte Unternehmen gelten als Biotope für bodenständiges Wirtschaften. Kein Wunder, dass auch viele Konzerne wieder so sein wollen wie Swarovski, die Porsche Holding oder die Spar Gruppe. Was aber macht den Erfolg von Familienunternehmen aus – und wie lässt sie sich in Großbetrieben revitalisieren?

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital von Familienunternehmen

Mitarbeiter bleiben länger in Familienunternehmen – und arbeiten gerne dort, zeigen Studien. Der Grund: In Familienunternehmen herrscht ein generelles Grundvertrauen in die Menschen. Die Belegschaft ist gut ausgebildet und beherrscht ihren Job im Schlaf, auch wenn Probleme oder Krisen auftreten. Die Kultur im Unternehmen ist geprägt von Engagment und einem Sinn für das große Bild. Kündigungen werden vermieden, so lange es geht – stattdessen versuchen viele Familienunternehmen, in ihre Leute zu investieren, um sich so Skills an Bord zu holen, die noch nicht vorhanden sind.

Familienunternehmen schaffen Arbeitsplätze – auch in der Krise

Das rentiert sich, sagt Familienunternehmer-Experte und Bauchautor Markus Weishaupt: „Während der letzten großen Krise wurden in Familienunternehmen Arbeitsplätze geschaffen statt vernichtet.“ Er hat in einer Studie die „DNA erfolgreicher Familienunternehmen“ erforscht und offengelegt. Ihr Fazit: Die Kompetenz, die Einsatzbereitschaft und die Loyalität der Mitarbeiter sind eine zentrale Säule des Erfolges. Bei vielen Unternehmen arbeiten auch Arbeiter- und Angestelltenfamilien bereits in der dritten, vierten und gar fünften Generation.

Multikulturalität als Chance

Zudem sticht die internationale Orientierung gegenüber traditionellen Unternehmen hervor: Österreichische Unternehmen sehen in der Einstellung Mitarbeiter anderer Nationalitäten zu 89% eine Entwicklungschance – und die Multikulturalität damit als große Chance. Kein Wunder, so die Studienautoren: „Ohne Mitarbeiter aus dem Ausland hätten die meisten Unternehmen ein großes Arbeitskräfte-Problem, wobei die ausländischen Mitarbeiter generell sehr positiv ins Unternehmen integriert sind und durchaus nicht nur Produktionstätigkeiten erledigen, sondern auch spezialisierte Fach- und Führungsaufgaben.“

Familienunternehmen investieren in Weiterbildung

Eine Studie am Center for Management and Economic Research der École Polytechnique zeigt, dass Familienunternehmen weit mehr Geld in die Weiterbildung investieren als ihre Konkurrenz: 885 Euro pro Jahr stehen für die Fortbildung jedes Einzelnen zur Verfügung – im Vergleich zu 336 Euro jährlich in Unternehmen, die nicht familiär geführt werden. Wie alle anderen Firmen sehen sich auch Familienunternehmen vor dem Fachkräftemangel, dem sie mit der Möglichkeit auf Weiterbildung zu begegnen versuchen.

„Erfolgreiche Menschen wollen Nüsse knacken und Karriere machen“

Das geht von Ausbildungsprogrammen, Schulungs- und Weiterbildungsangebot sowie Lehrlingsprogrammen bis hin zu eigenen Akademien und internen Beratungsfirmen bei den größeren Unternehmen, zeigt die Studie. Die zentrale Botschaft der Befragten: „Erfolgreiche Menschen wollen in erfolgreichen Unternehmen arbeiten und in diesen wollen sie gefordert und gefördert werden, sie wollen Nüsse knacken, Karrieremöglichkeiten haben – auch eventuell in internationalem Umfeld und Teil einer außergewöhnlichen und in jedem Fall wertschätzenden Unternehmenskultur sein.“

Gelebte Werte schaffen ein Klima des Vertrauens

Eine herausragende, gelebte Unternehmenskultur wird von nahezu allen Studienteilnehmer als Wettbewerbsvorteil erlebt. Nicht nur schaffen die gelebten Werte der Unternehmen ein unvergleichliches Betriebsklima, sondern bieten für MitarbeiterInnen, Kunden und Lieferanten einen wichtigen Handlungs- und Verhaltensrahmen in den Beziehungen.

Die gelebte Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil

Typisch traditionelle Werte sind etwa Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Leistungsstreben, Freundlichkeit, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit. Dabei handelt es sich um epochenunabhängige und situationsunabhängige Werte, die im täglichen Umgang und Verhalten zu einer unvergleichlichen Unternehmenskultur führen und sich dadurch zu einem der größten Wettbewerbsvorteile der Unternehmen etablieren. Ein Studienteilnehmer bringt es auf den Punkt: „Der Unterschied zu anderen Unternehmen liegt darin, dass wir die Kultur tagtäglich leben.“

Bildquelle: www.istockphoto.com



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