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Ohne Job und Zukunft

43 Prozent der Arbeitslosen kommen mit dem Arbeitslosengeld nicht aus

Arbeitslose sind gezwungen, die Gürtel enger zu schnallen
Am verzichtbarsten erscheinen Urlaubsreisen, Hobbys, Bekleidung und Restaurantbesuche. 68 Prozent geben an, den Urlaub zu streichen, rund 50 Prozent verzichten auf neue Kleidung, Hobbys oder Gasthaus. Gespart wird auch bei Genussmitteln wie Zigaretten oder Alkohol sowie Geschenken für Familie und Freunde (jeweils 40 Prozent). Drei von zehn befragten Arbeitslosen müssen bei Mobilität und Lebensmitteln sparen.

Mit Dauer der Arbeitslosigkeit wird die finanzielle Misere schlimmer. Ein Drittel der Arbeitslosen, die noch kein halbes Jahr ohne Job sind, hat mit finanzieller Notlage zu kämpfen. Bei jenen, die länger als ein halbes Jahr arbeitslos sind, klagt bereits die Hälfte, sie könne mit dem Einkommen nicht über die Runden kommen.

Arbeitslosigkeit bedeutet nicht nur massive finanzielle Einbußen, viele Arbeitslose leiden auch unter dem Verlust von sozialen Kontakten und Ansehen. Rund zwei Drittel klagen darüber, dass Arbeitslosigkeit ihre Lebenszufriedenheit verringert. Fast ebenfalls so viele finden, dass das seelische Wohlbefinden geschmälert wird.

Sechs von zehn Arbeitslosen geben an, sofort wieder arbeiten zu wollen, weitere 20 Prozent möchten später wieder ins Erwerbsleben einsteigen. Rund 75 Prozent sind allerdings der Meinung, dass das sehr schwierig sein wird. 56 Prozent befürchten zudem, dass die Arbeitslosigkeit negative Auswirkungen auf ihr weiteres Fortkommen im Beruf haben wird.

Quelle: 11.2.2010
www.arbeitsklima.at