#Employer Branding & Personalmarketing | Andrea Heider

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Internes Employer Branding und Storytelling

Internes Employer Branding ist mindestens genauso wichtig, wie externes. Was ist internes Employer Branding und wie kann ich es richtig einsetzen? Internes Employer Branding richtet sich an die bestehende Belegschaft. Die Formel ist simpel und lautet: Zufriedene Mitarbeiter leisten nicht nur mehr, sondern sind auch die besten Markenbotschafter. Mit internem Employer Branding lassen sich also externe Effekte erzielen – und diese sind Gold wert.

Ganz klar: Employer Branding verlangt eine Strategie. Erstmals ist es wichtig, die Marke und den Mehrwert des Unternehmens genau und nachhaltig zu definieren, um sie schließlich klar nach außen und innen zu kommunizieren. Dabei gibt es einige operative Handlungsfelder, die zur genauen Analyse herangezogen werden können: Führung, Interne Kommunikation, HR-Portfolio, Gestaltung der Arbeitswelt. Die Arbeitgebermarke unterstützt bei Orientierung und Weiterentwicklung des Unternehmens. Angelehnt ans Marketing sollte der Mitarbeiter als Kunde betrachtet werden. Der Kunde ist König, wie wir schließlich alle wissen.

Ziele internes Employer Branding

Für funktionierendes internes Employer Branding sollten auch folgende Fragen gestellt werden: Wie sieht es mit der Personalführung in Ihrem Unternehmen aus? Werden potentielle Nachwuchsführungskräfte gefördert? Gibt es spezielle Leadership-Programme und entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten? Welchen Stellenwert hat Unternehmenskultur und wie wird diese gepflegt? Werden Werte auch tatsächlich gelebt? Wie sieht es ganz allgemein mit der Jobzufriedenheit aus? Fest steht: (Internes) Employer Branding ist mehr als repräsentative Hochglanzbilder und schöne Imagebroschüren. Die Ziele einer intern ausgerichteten Employer Branding Strategie sind, der deutschen Employer Branding Akademie zur Folge, folgende:

  • Strategische Ausrichtung der kulturellen Entwicklung
  • Kontinuierlicher Bewusstseins- und Verhaltenswandel
  • Schärfung des gemeinsamen Selbstverständnisses
  • Festigung des integrativen Wir-Gefühls
  • Stärkung der Identifikation mit dem Arbeitgeber und seinen Zielen
  • Mitarbeiter und Führungskräfte bekennen sich zum Arbeitgeber und seinen Zielen und prägen das Bild nach außen mit.

Markenbotschafter: Employer Branding und Storytelling

In der Tat: zufriedene Mitarbeiter sind die besten Werbeträger. Wer kann einen potentiellen Bewerber am ehesten vom Arbeitgeber überzeugen? Richtig, ein zufriedener Mitarbeiter. Egal, ob auf einer Karrieremesse oder bei einer Networking-Veranstaltung, Mitarbeiter, die Enthusiasmus für Job und Arbeitgeber mitbringen, tragen dies auch nach außen. Vergessen wir eines nicht: eine Marke sollte immer eine Geschichte erzählen. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für eine Arbeitgebermarke. Wer Mitarbeiter zu Markenbotschaftern macht, muss sie also ihre Geschichte erzählen lassen. Daher wird auch das Thema Storytelling im Employer Branding immer wichtiger.

Missmut und Unzufriedenheit hingegen wirken sich auf Motivation im und Identifikation mit dem Job negativ aus. Ein altes Employer Branding Mantra lautet: Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut. Doch ist dies wirklich so? Unternehmenskultur muss auch gepflegt werden, und dies kostet. Die Inhaber der Employer Branding Agentur Territory Embrace gehen davon aus, dass in einem Unternehmen mit 2.000 Mitarbeitern das Budget für Internes Employer Branding zwischen 2.000 und 200.000 Euro pendelt ? je nachdem, wieviel die Mitarbeiter dem Unternehmen Wert sind. Mitarbeiter müssen fit gemacht werden zum Botschafter, sie müssen eingebunden, kontaktiert und informiert werden. Vergessen wir nicht: zufriedene Mitarbeiter stehen nicht einfach vor der Türe, sondern es muss aktiv an der Zufriedenheit gearbeitet werden.



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.






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