Room Escape Game
#Work & Life | Andrea Heider

Teambuilding im Escape Room

Gemeinsam Probleme lösen mit Escape Room Games

Teambuilding im Escape Room – Endlich Kommissar! Das Zimmer ist eng und dunkel, in ihm befinden sich u.a. ein Bücherregal, ein massiver Holzkasten, ein Schreibtisch sowie ein Kleiderständer mit Hut, Mantel und Regenschirm als auch einige Briefe. Es ist stickig, alles riecht nach einem Verbrechen. Der Mann, der in diesem Zimmer wohnt, ist verschwunden. Was ist mit ihm passiert? Warum ist er verschwunden? Gab es gar ein Verbrechen? Im Zimmer gibt es einige Hinweise auf seinen Verbleib. Ein Rätsel führt zum nächsten.

Das Team ist im Zimmer eingeschlossen, der einzige Weg hinaus, ist es, den Schlüssel zu finden, der die Eingangstüre öffnet. Dafür müssen alle Rätsel ausnahmslos gelöst, Codes geknackt und Schlüssel gefunden werden. Jeder einzelne Gegenstand im Zimmer scheint eine Geschichte zu erzählen. Die Mission ist es, dem Horrorzimmer zu entkommen: Escape Mission heißt Wiens erstes Room Escape Spiel. Dafür hat jedes Team genau 60 Minuten Zeit. Keine leichte Aufgabe – so viel sei vorweg gesagt. Die Lösung wird hier natürlich nicht verraten.

Festgefahrene Strukturen spielerisch auflösen

Inwiefern kann sich eine Stunde im Escape Room positiv auf Teams auswirken? Stefan Guggemos, Inhaber von Escape Mission ist überzeugt, dass Escape Mission dazu führen kann, eingefahrene Strukturen im Team auf spielerische Art und Weise aufzubrechen: „Teilnehmer erkennen neue oder bereits vergessene Fähigkeiten am Kollegen bzw. der Kollegin, was automatisch dazu führt, dass ‚eingefahrene‘ Verhältnisse wieder neu überdacht werden.“ Kommunikation ist das Um und Auf in Teams. Wer gemeinsam in einem mysteriösen Raum eingeschlossen ist, mit der Aufgabe, den Schlüssel zum Entkommen zu finden, muss miteinander kommunizieren.

Gute Zusammenarbeit sowie schnelle gemeinsame Problemerkennung sind also gefragt. Im Vordergrund steht das gemeinsame Ziel: „Der Fokus verlegt sich von Schwäche auf Problemlösungskompetenz: Auch werden möglicherweise vorhandene Kommunikationsschwächen im Spielverlauf offenbar. Durch das gemeinsame Ziel im Spiel, werden diese Schwächen dann weniger thematisiert, als automatisch verbessert.“ Der Spaß am Spiel darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Manchmal klappt es beim ersten Mal noch nicht so richtig. Manche Teams begeben sich daher schnell auf eine zweite Mission. Guggemos ist überzeugt: „Bei der zweiten Mission haben sich Zusammenarbeit und Kommunikation in der Regel extrem verbessert.“

Es wird gruselig

Auch das StepStone Marketing Team stellt sich der Herausforderung. Eine Stunde im Escape Room. Werden wir die Lösung finden? Können wir das Verbrechen aufklären? Wie wirkt sich das Szenario auf Dynamiken im Team aus? Fragen über Fragen, Aufregung und Spannung. Die Erwartungen sind unterschiedlich: „Lösen wir die Aufgabe wirklich in einer Stunde? Wird das ganze irgendwie gruselig? Wir sind eingeschlossen, es ist dunkel, kommen nicht mehr raus. Wie verhalten wir uns im Team? Wer wird welche Rolle übernehmen?“ rätselt Lisa, Grafikdesignerin.

Wo sollen wir anfangen? Brauchen wir eine Strategie oder ergibt sich alles im Laufe der nächsten Stunde von selbst? Am Anfang strömen alle aus, um selbstständig Informationen und Hinweise zu sammeln. Ein paar Schlösser werden geknackt, doch vieles bleibt mysteriös. Schaffen wir es alle Fäden zusammenzuführen? Die Uhr tickt, die Lösung ist jedoch in weiter Ferne. Tatsächlich: Die Spannung bleibt bis zur letzten Sekunde aufrecht. Wir schaffen es erst ein paar Momente vor dem Schluss, das Rätsel aufzuklären. Erleichterung! „Die Teamdynamik hat sich erst mit der Zeit aufgebaut. Zu aller erst hat jeder sein eigenes Ding durchgezogen. Am Schluss ist dann eher ein Dialog als einzelne Aktionen entstanden“, kommentiert Theresa, Online Marketing Managerin. Geschafft! Wir haben das Rätsel gelöst und gleichzeitig etwas für’s Team getan. Fazit: ein unterhaltsamer, kurzlebiger Abend mit den Kollegen.
Infos: www.escapemission.at

Bildnachweis: www.istockphoto.com



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.