Österreichische Startups
#Arbeitsmarkt & Studien | Andrea Heider

Startups: innovativ und optimistisch

Österreichische Startups schaffen in 2 Jahren 7,5 Jobs

Startups: innovativ und optimistisch – Österreichische Startups sind gut im Geschäft. Sie sind nicht nur innovative Wirtschaftstreiber, sondern auch wahre „Job-Maschinen“. Jedes Startup schafft nämlich durchschnittlich 7,5 neue Arbeitsplätze nach nur 2 Jahren Betrieb. Außerdem blicken die meisten Jungunternehmer äußerst optimistisch in die Zukunft: 91,6% planen weiter zu wachsen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das besagt der European Startup Monitor (ESM), der in Österreich mit dem WU-Gründungszentrum durchgeführt wurde.

Die Startup Szene ist tatsächlich eine „junge Szene“: der typische Startup Gründer ist männlich und knapp 32 Jahre alt. Frauen, die mit einem Startup durchstarten sind meist einige Jahre jünger, nämlich rund 27 Jahre. Was ist eigentlich ein Startup? Dem ESM zufolge sind das Unternehmen, die nicht älter als 10 Jahre sind und mit einem innovativen Geschäftsmodell oder einer neuartigen Technologie den nationalen und internationalen Markt erobern.

Wien ist Startup Hub

Ein Großteil der heimischen Startups konzentriert sich auf urbane Gegenden und Landeshauptstädte. Die absolute Spitzenreiterin ist zweifelsohne die österreichische Hauptstadt Wien – hier finden sich mehr als 60% aller Startups. Wien ist also der Startup Hub in Österreich. Gründe für diese Entwicklung liegen auf der Hand: Startups finden in den Hauptstädten meist gut funktionierende wirtschaftliche Strukturen und Bedingungen vor, sowie ein passendes kulturelles wie auch soziales Umfeld und vorallem eines, nämlich qualifizierte Mitarbeiter.

Darüber hinaus ist die österreichische Startup Szene auch sehr international aufgestellt. Etwa ein Fünftel aller Startup Gründer sind keine österreichischen Staatsbürger, wobei 74% aus dem EU-Ausland kommen und 26% von außerhalb der EU. Vor allem Frauen ohne österreichische Staatsbürgerschaft gründen gerne ihr eigenes Unternehmen.

Job-Maschinen: 7,5 Jobs in 2 Jahre

Wie bereits erwähnt liefern Startups einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft. Sie entwickeln nicht nur innovative, neuartige Produkte, sondern schaffen auch 7,5 Arbeitsplätze innerhalb von 2 Jahren. Die meisten Startup Gründer, nämlich rund 90%, greifen bei der Unternehmensgründung übrigens auf ihr eigenes Vermögen zurück. Nicht ganz 50% beziehen auch staatliche Förderungen. Aber auch Familie und Freunde greifen mit knapp 25% unter die Arme. Deutlich weniger Geld fließt von Banken oder Risikokapital – beides mehr oder weniger 10%.

Beinahe die Hälfte, rund 44%, der Startups sind in der „digital industry“ tätig, in erster Linie in den Bereichen Software Service und IT & Software Development als auch E-Commerce. Gut 20% der Startups sind im Bereich Life Sciences, also Biowissenschaften tätig. Als größte Herausforderungen nennen die befragten Startups Sales, Produktentwicklung, Kapitalgewinnung und das Unternehmen auszubauen. Knapp die Hälfte der Startups plant übrigens eine Expansion in den europäischen Markt, sowie 40 % nach Asien, Afrika und Amerika. Von den österreichischen Startups bieten 48,2% absolute Neuheiten am globalen Markt.
Bildnachweis: www.istockpoto.com



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.