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#Recruiting | Barbara Oberrauter

So holen Sie sich die besten IT-Experten

5 Profi-Tipps für die Spitzenkräfte aus der IT

Gerade im IT-Bereich können sich begehrte IT-Experten aussuchen, welchem Unternehmen sie ihre Arbeitskraft schenken – und mit ihren IT-Leistungen zu Gelingen oder Untergang des Unternehmens beitragen. Dennoch gibt es Mittel und Wege, die gesuchten Spitzenkräfte für den aktuell ausgeschriebenen Arbeitsplatz zu interessieren – und sie auch nachhaltig im Unternehmen zu halten. Fünf davon stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

1. Setzen Sie auf IT-freundliche Arbeitsplätze.

Bosch zählt nicht umsonst zu den begehrtesten Wunsch-Arbeitgebern von Absolventen technischer und IT-Studien. Der neue IT-Campus der Bosch-Gruppe in Stuttgart macht vor, wie IT-freundliche Arbeitsplätze aussehen könnten: Neben offenen Büroflächen, flexiblen Gruppenarbeitstischen oder klassischen Besprechungszimmern stehen vor allem IT-Fachkräften für die konzentrierte Arbeit seperate Fokus- und Telefonräume zur Verfügung. Denn: Wer mitten in einem Coding-Projekt steckt, will nicht von vorbeischwebenden Kollegen unterbrochen werden, die nach den Wünschen fürs Mittagessen fragen.

2. Vergessen Sie herkömmliche Recruiting-Prozesse.

Im herkömmlichen Recruiting hängt viel von einem gelungenen Bewerbungsschreiben, der Sympathie zwischen Interviewer und Kandidat und einem optierten Lebenslauf ab. Besonders IT-Spezialisten interessiert vieles davon nicht – sie kann man vielmehr durch gezielte technische Herausforderungen ansprechen, etwa im Rahmen von Coding-Assessments. Dort können sie ihr Talent unabhängig von sozialen Kompetenzen und Sympathiewerten beweisen – und dem Unternehmen damit zeigen, zu welchen Spitzenleistungen sie in der Lage sind.

3. Holen Sie IT-Experten vor den Bildschirm.

Am besten programmiert es sich oft zu Hause im stillen Kämmerlein. Den beschwerlichen Weg in ein Unternehmen, nur um ein Bewerbungsgespräch zu absolvieren, ist vielen IT-Fachkräften zu mühsam – und sie unterlassen ihn daher lieber gleich. Unternehmen, die auf virtuelle Interviews setzen, haben der Konkurrenz damit etwas voraus: Sie ermöglichen den gesuchten Spezialisten das einfache und unkomplizierte Gespräch, ohne sie lange von ihrem Bildschirm wegzulocken. Und zeigen gleichzeitig, dass ihnen die Zeit ihrer (künftigen) Mitarbeiter etwas wert ist – und sie nicht unnütz verschwendet wird.

4. Nutzen Sie Hackathons, um neue Talente zu finden.

Beim Wort „Hackathon“ denken viele an schwarz gekleidete Nerds, die sich im Schein bläulicher Bildschirme die Nächte um die Ohren schlagen und sich ausschließlich von kalter Pizza und Cola ernähren. Mittlerweile zählen gut gemacht Hackathons aber zu den Highlights der IT-Branche – und bringen zahlreiche Spezialisten zusammen, die mit Spaß an der Herausforderungen an Aufgaben und Projekte gehen. Wer 24 Stunden lang programmiert, gerät nicht nur in einen idealen Workflow, sondern zeigt Recruitern auch direkt vor Ort am lebenden Objekt, zu was Kandidaten in der Lage sind – und wie sie welche unternehmerischen Herausforderungen lösen könnten.

5. Zeigen Sie Verständnis.

Viele IT-Profis fühlen sich auf fachlicher Ebene unverstanden, vor allem, wenn sie in Bewerbungsprozessen von Recruitern ohne jedes IT-Verständnis interviewt werden. Studien zeigen: Die begehrten IT-Spezialisten wünschen sich, dass Recruiter mehr Hintergrundforschung betreiben, um ihre Arbeit und Skills besser verstehen zu können. Gerade Spitzenkräfte wollen auf ihrem Gebiet auf Augenhöhe angesprochen werden – und nicht mit allen anderen IT-Mitarbeitern in einen Topf geworfen werden.

Bildnachweis: sarah5/Quelle: www.istockphoto.com



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Barbara Oberrauter
Barbara Oberrauter

Barbara Oberrauter ist langjährige Journalistin in Wien mit Schwerpunkt auf Karriere- und HR-Themen. Ihr Fokus liegt vor allem auf den vielfältigen Möglichkeiten, die moderne, digitale Arbeitswelten mit sich bringen - und wie sich Unternehmen und Mitarbeiter ideal darauf einstellen können.