Recruiting-Trends 2016
#Trends im Recruiting | Andrea Heider

Recruiting-Trends 2016

Ausblicke ins neue Jahr

Neues Jahr neue Trends – auch im HR-Bereich. Die Arbeitgebermarke stärken, berufsbezogene soziale Netzwerke nutzen und die eigene Karrierewebsite optimieren – dies sind laut LinkedIn Studie „Recruiting Trends 2016“ die Topthemen in der Personalabteilung. Befragt wurden 3.894 Entscheidungsträger der Personalbeschaffung.

Außerdem sollte sich der pflichtbewusste Personalverantwortliche überlegen, wie er besser passive Kandidaten rekrutieren kann. Auch spezielle Programme für Mitarbeiterempfehlungen bekommen immer mehr Bedeutung. Langfristiges planen des Personales ist jeden Falles angesagt und mit Hilfe der Recruiting-Trends 2016 gut möglich. Hier haben wir die drei wichtigsten Tendenzen und Herausforderungen zusammengefasst:

Qualität der Neueinstellungen in Spitzenpositionen

Als Leistungsmerkmal für die eigene Arbeit sehen 56% der Personalentscheider die Qualität der neu eingestellten Mitarbeiter. Aufholbedarf gibt es jedoch bei der Messbarkeit der Qualität – daran sollte gearbeitet werden. Gestiegen ist die Wichtigkeit des Themas jedoch im Vergleich zu den letzten Jahren allemal. Andere Leistungsmerkmale, wie etwa „die Zeit bis zur Besetzung der Stelle“ oder „Zufriedenheit der Personalentscheider“ haben an Bedeutung verloren.

Employer-Branding: Die Arbeitgebermarke stärken

Ein heißes Thema bleibt auch 2016 die Arbeitgebermarke – Employer-Branding. Die Entwicklung und Umsetzung einer Employer-Branding-Strategie wird grundsätzlich als Managementaufgabe betrachtet. Für 59% der Personaler ist daher eine enge, funktionsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Marketing zur Stärkung der Arbeitgebermarke wichtig. Die richtigen Tools verhelfen laut Studienteilnehmern auch zu den richtigen Bewerbern – dies sind in erster Linie Online-Stellenbörsen, die eigene Karrierewebsite sowie berufsbezogene soziale Netzwerke, die auch intensiv für Employer-Branding genutzt werden sollten.

Mitarbeiterbindung und firmeninterne Mobilität

Interne Stellenbesetzungen – für viele Personalentscheider ein langweiliges Thema. Denn intern werden Stellen eher auf Einzelbasis vergeben. Doch, um Talente im Unternehmen zu halten, müssen Karrierewege geebnet werden. Interne Stellenbesetzungen und damit verbundenen Aufstiegs- und Karrierechancen sind ein guter Motivator. Es gibt jedoch wenige Programme zur internen Stellenbesetzung als Mittel der Mitarbeiterbindung: nur 22 % der Befragten gibt an, dass es ein gut durchdachtes Programm für Aufstiegschancen im eigenen Unternehmen gibt. Ganze 17% geben sogar an, dass es gar kein entsprechendes Programm gibt. Hier herrscht also Aufholbedarf. Denn es geht schließlich um langfristige Mitarbeiterbindung.

Studie: „Recruiting Trends 2016“
LinkedIn

Bildnachweis: www.istockphoto.com



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.