Recruiting mit WhatsApp
#Trends im Recruiting | Andrea Heider

Recruiting mit WhatsApp

Was geht App im Gruppenchat?

Recruiting mit WhatsApp – Eine neue Generation an Arbeitskräften wächst heran. Die Generation der Millennials, Digital Natives und Social Networker. Voll digitalisiert aufgewachsen, in unterschiedlichen sozialen Netzwerken zuhause, ist es für Arbeitgeber oftmals schwierig an diese Zielgruppe heranzukommen. Warum also nicht dort abholen, wo sie sich häufig aufhalten? Genau: in den sozialen Netzwerken nämlich.

Recruiting über Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn hat sich da in den letzten Jahren bereits als zielführend erwiesen. Soziale Netzwerke können als Kanal für Employer Branding, Stellenausschreibungen oder einfach zur Imagewerbung genützt werden. Soziale Medien entwickeln sich jedoch rasant schnell. Was gestern noch top war, kann heute oder morgen schon längst wieder ein Flop sein. So ist beispielsweise WhatsApp bei der jungen Generation bereits beliebter als Facebook. Wie kann WhatsApp im Recruiting eingesetzt werden?

Recruiting mit WhatsApp

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Recruiting mit WhatsApp

WhatsApp ist eine mobile Nachrichten App, die auf Smartphones und mobilen Geräten, verwendet wird. Über WhatsApp kann man über das Internet kostenlos Nachrichten und Fotos aus aller Welt senden und empfangen. Private Gruppenchats bei denen Nachrichten an alle teilnehmenden Personen gesendet werden, können gegründet werden. Durchaus nicht unpraktisch. Wer beispielsweise mit der jüngeren Zielgruppe auf Tuchfühlung gehen will, ist mit Recruiting über WhatsApp sicherlich gut beraten. Jüngste WhatsApp Recruiting Beispiele veranschaulichen dies:

Beispiel Daimler AG

Die Daimler AG macht es vor! Im deutschsprachigen Raum ist sie auf dem Gebiet WhatsApp-Recruiting der Pionier schlechthin. Im Februar 2014 beschloss das Daimler Career Team erstmals einen WhatsApp-Recruiting Probedurchlauf zu starten. Dabei wurden ausgewählte Kandidaten eingeladen in einem WhatsApp Gruppenchat einem typischen Arbeitstag eines Trainees bei Daimler zu folgen. Sieben Stunden stand das dahinterstehende Team, sowie der Trainee Rede und Antwort. Kommunikation auf Augenhöhe wurde dadurch möglich gemacht, sind sich die Verantwortlichen sicher. Bei den Teilnehmern ist die Aktion sehr gut angekommen.

Beispiel Pro Sieben Sat.1.

Auch Pro Sieben Sat.1. ist mit einem „Trainee Talk“ in das WhatsApp Recruiting Geschäft eingestiegen. Vorab wurde eine Vorauswahl von 35 Kandidaten getroffen, die eine Einladung zum WhatsApp Chat erhalten haben. Der Chat war ein freiwilliges Zusatzangebot, um aus erster Hand authentische Einblicke in den Trainee-Alltag zu erhalten. Er lief unabhängig vom eigentlichen Bewerbungsprozess. Zwei Trainees standen Rede und Antwort und posteten Bilder aus ihrem Arbeitsalltag. „Dadurch entstand eine authentische Kommunikation auf Augenhöhe“, ist sich auch Bettina Hörmann, Leiterin Learning & Development bei Pro Sieben Sat.1. im Personalmagazin, sicher.

Recruiting im Gruppenchat?

Zweifelsohne: WhatsApp ist ein schneller, kostengünstiger Weg, um die junge Zielgruppe zu erreichen. WhatsApp kann daher als praktisches Dialogtool dienen. So ist es für die Teilnehmer jederzeit möglich Fragen zu Job und Unternehmen zu stellen oder Erfahrungen mit bisherigen Trainees auszutauschen. Unternehmen, die WhatsApp Recruiting einsetzen möchten müssen sich jedoch über datenschutzrechtliche Bedenken klar werden und auch die Teilnehmer vorab entsprechend informieren. Sowohl die Daimler AG als auch Pro Sieben Sat.1. haben ihre Chats nach Ende der Aktion gelöscht.

Die Teilnahme an WhatsApp Recruiting Chats sollte auch auf freiwilliger Basis stattfinden und zum klassischen Recruiting ein interessantes Zusatzangebot sein. Dies betont auch Hörmann: „Bei der Aktion handelt es sich um ein Zusatzangebot: Bewerber, die nicht am Chat teilgenommen haben, hatten keinen Nachteil.“ 69 Prozent der Österreicher sind online. Speziell die Gruppe der unter 30 Jährigen sogar überdurchschnittlich oft. Smartphone und Tablet gehören zur Standardausrüstung, ebenso deren Nutzung. Auch für das Personalmarketing bedeutet dies, dass Recruiting immer mobiler wird.
Bildnachweis: www.istockphotos.com



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.