Mittagessen im Büro
#Work & Life | Andrea Heider

Mittagessen im Büro

Mittagspause macht produktiv

Mittagessen im Büro – Was essen wir heute? Eine schwierige Frage, die sich zahlreiche Bürohelden täglich um die Mittagszeit stellen. Unterschiedliche Menschen handhaben das Thema Mittagessen im Büro auf unterschiedlichste Weise: während die einen gemütlich in die büroeigene Kantine hirschen, zieht es andere in naheliegende Supermärkte oder Lokale, um sich dort mit Proviant zu versorgen. Wer nicht jeden Tag Mittagessen kaufen möchte, bringt sein eigenes mit oder kocht frisch im Büro.

Mittagessen im Büro – ein leidiges Thema? Ja, in der Tat. Denn Kantinen gibt es nicht in jedem Unternehmen, manchmal sind Supermärkte oder Restaurants in der Umgebung rar und nicht jeder hat Zeit und Lust sich das Essen vom Vorabend mitzunehmen. Unter diesen Umständen ist es gar nicht so einfach ein nahrhaftes, gesundes Mittagessen zu sich zu nehmen. Eine 30 minütige Pause ist in Österreich jedoch ab 6 Arbeitsstunden nicht nur gesetzlich verpflichtend, sondern auch für den menschlichen Organismus eine Wohltat. Eine IMAS Studie zeigt, dass regelmäßige Pausen und vor allem die Mittagspause und deren Gestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Belegschaft haben.

Mittagspause hat Einfluss auf Produktivität

Wer kennt das nicht: es ist Mittag, der Hunger meldet sich, der Arbeitsberg wird nicht kleiner, schnell eine Kleinigkeit runterwürgen und wieder zurück an den Arbeitsplatz. Der Blick auf die Uhr verrät: es sind knapp 10 Minuten vergangen. Oftmals werden Mittagspausen verkürzt oder unregelmäßig eingehalten. Ein fataler Fehler. Denn Pausen helfen bei der Regeneration und machen produktiver. Besonders wichtig ist dabei freilich die Mittagspause, aber auch kleinere Pausen zwischendurch helfen.

Drei von vier Erwerbstätigen machen auch tatsächlich regelmäßig kleinere Pausen. Jeder Zweite legt sogar mindestens zwei kleinere Pausen ein. Nahezu täglich eine Mittagspause machen immerhin knapp drei Viertel der Befragten. Jeder 10. macht niemals Mittagspause und rund 15 Prozent unregelmäßig. Die durchschnittliche Mittagspause dauert um die 40 Minuten. Außerdem ergab die Studie, dass sich Mittagessen mit den Kollegen besonders positiv auf Motivation und Produktivität im Job auswirkt. Doch wie sieht sie nun aus, die perfekte Mittagspause? Grundsätzlich gilt: Arbeit ruhen lassen, den Hunger stillen, idealer Weise im Beisein der Kollegen. Manch einer verbringt auch gerne ein paar ruhige Minuten ohne Konversation und Small-Talk – dies kann man nicht verwehren.

Wohin gehen wir heute Mittagessen?

Mittagessen im Büro, in der Küche oder auswärts im Restaurant? Fragen über Fragen. Besonders schlecht wirkt sich ein achtlos verschlungener Happen vor dem Computer aus. Arbeitnehmer sollten sich zumindest die Zeit nehmen, während des Essens ihre Arbeit ruhen zu lassen. Die Österreicher halten es mit ihrer Mittagspause wie folgt: Rund ein Fünftel verbringt die Mittagspause in der Kantine im Beisein der Kollegen – meist aus der eigenen Abteilung, ein weiteres Fünftel zieht es in ein Restaurant zum Mittagstisch, etwa gleich viele Bedienstete bringen Essen von zuhause oder holen sich einen Snack von auswärts. Frisch kochen im Büro? Das macht hingegen nur eine Minderheit.

Das ideale, bürotaugliche Essen, sollte jedoch nicht zu schwer im Magen liegen, dennoch sättigend sein – Stichwort „Food-Koma“. Fettiges Essen und Kohlenhydrate wirken sich auf das Energielevel eher schlecht aus. Eiweiß und Gemüse können jedoch einen Energiepush geben. Salate machen schnell wieder hungrig. Aufpassen sollte man auch bei Süßem und Schokolade, sie können zu den allseits gefürchteten Heißhungerattacken führen. Im Übrigen: Frauen, Menschen mit niedriger Bildung als auch junge Arbeitnehmer neigen am ehesten dazu regelmäßig Mittagspause zu machen. Männer hingegen halten es nicht so hoch mit der wohlverdienten Pause. Wir halten fest: Mittagspause ist gut und wichtig, macht produktiver und ist außerdem besonders positiv, wenn sie gemeinsam mit Kollegen verbracht wird. Dies fördert nicht nur das Betriebsklima insgesamt, sondern auch die persönliche Motivation und den Zusammenhalt. Na dann: ab in die Pause!
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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.