Liebe oder Kündigung?
#Work & Life | Andrea Heider

Kündigung oder Liebesaus?

Tabus, Geheimnisse und Gesprächskiller im Büro

Kündigung oder Liebesaus? Für jeden Zehnten wäre die Kündigung schlimmer, als das Aus der eigenen Beziehung. Das gibt zu denken und lässt die Qualität so mancher Beziehung hinterfragen. Job geht also für Viele eindeutig vor Liebe. Jedoch glücklicherweise nicht für Alle. Dies ergab die neueste Forsa-Umfrage von XING unter Fach- und Führungskräften, zum Thema Job&Karriere: Job oder Liebe? Welche Themen sind im Büro Tabu? Welcher Gesprächsstoff killt jede Konversation in der Firma? Was denken wir uns, aber würden es nicht offen zugeben. Den Befragten wurde so manches Geheimnis entlockt. Lesen Sie selbst:

Die Trennung vom Arbeitgeber wäre also für manche schlimmer, als die Trennung vom Partner. Genauer gesagt, wäre es für 8% der Männer und für 11% der Frauen schlimmer, die berufliche Kündigung vom Chef auf den Tisch geknallt zu bekommen, als die private Kündigung vom Lebensgefährten. Wie bereits erwähnt, denken nicht alle Befragten so: der Großteil würde den geliebten Partner dem schnöden Chef vorziehen. Das ist erfreulich, bedeutete es doch, dass nicht all unsere zwischenmenschlichen Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind.

Kind oder Karriere

Kind und Karriere lassen sich manchmal nicht so einfach unter einen Hut bringen. Dieser Meinung ist auch ein Großteil, nämlich 41%, der befragten deutschen Führungskräfte. Sie sind überzeugt, dass sich Kinder negativ auf den Verlauf der Karriere auswirken. Auch hier gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. So sind 61 % der Frauen und 28 % der Männer der Meinung, dass Kinder Karrierekiller sind. Noch negativer wird das Thema sogar von Erwerbstätigen mit Kindern bewertet: 41% der der Erwerbstätigen mit Kindern und 39% der Kinderlosen glauben, dass Kinder einen negativen Einfluss auf die Karriere haben.

Gesprächskiller im Büro

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, so lautet ein altes Sprichwort, das sich vielerorts auch tatsächlich bewährt. Zumindest im Büro gibt es einige Themen, die man besser nicht am Mittagstisch besprechen sollte. Diese Fragen sollten Sie besser nicht stellen:

  • Geld: „Wieviel verdienst du?“ diese Frage ist für viele ein Tabuthema. Geteilt wird dieses höchst geheime Wissen noch am ehesten mit dem Partner (94%) und engen Freunden (62%) oder auch mit unseren Eltern (60%). Jedoch nur jede vierte Fach- und Führungskraft, nämlich 27% der Befragten, würde über die Höhe des Gehalts mit Kollegen sprechen. Diese Frage sollte man im Büro also eher nicht stellen ? außer man möchte sich unbeliebt machen.
  • Sex: „Worauf stehst du in der Horizontalen?“ Diese Frage sollte uns keines Falles über die Lippen kommen – weder am Mittagstisch, noch bei der Rauchpause, noch sonst wo. Sexualität ist ein absolutes Tabuthema beim Office-Talk. Weder sexuelle Orientierung noch sexuelle Vorlieben sollten thematisiert werden. Dieser Meinung sind auch 85% der Fach- und Führungskräfte, sie würden niemals mit Kollegen über ihre sexuellen Präferenzen sprechen.
  • Abhängigkeiten: „Bist du ein Junkie?“ Für 63% der Befragten sind sämtliche Abhängigkeiten, wie etwa Alkohol-, Drogen- oder Medikamentensucht, ebenfalls Tabu als Gesprächsthemen im Büro.
  • Psychische Krankheiten: „Machst du eine Psychotherapie?“ Auch das Thema psychische Krankheiten ist immer noch für 44% der Erwerbstätigen ein No-Go als Gesprächsthema im Büro. Sie würden eine psychische Erkrankung eher verschweigen, als offen darüber mit ihren Kollegen oder Vorgesetzten zu sprechen.
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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.