Arbeitgeberbewertungen als Employer Branding Tool
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Kritische Arbeitgeberbewertungen

Seien Sie sich bewusst: Jeder kann – und wird – bewertet werden.

Was man früher nur im persönlichen Gespräch mit den Mitarbeitern erfahren hat, verbreitet sich heute rasend schnell im Internet: Etwa ob ein Unternehmen ein gutes Betriebsklima, ansprechende Aufgaben und gerechte Gehaltsstrukturen bietet oder auch, wie der Kantinenkaffee schmeckt.

Verfolgen Sie Ihre Bewertungen im Netz

Laut dem Hightech-Verband Bitkom informiert sich bereits jeder vierte Internetnutzer in Deutschland über zukünftige Arbeitgeber im Netz. Und: Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Wechselwilligen lassen sich durch Bewertung in ihrer Entscheidung beeinflussen. Bleiben Sie daher auf dem Laufenden, was über Sie als Arbeitgeber gesagt wird, etwa indem Sie ein Google Alert mit Ihrem Firmenprofil einrichten, den Sie wöchentlich überprüfen – um im Fall des Falles reagieren zu können.

 

Treten Sie in den Dialog

Jede nicht beantwortete Bewertung ist eine verschenkte Chance, denn: Künftige Mitarbeiter suchen auf Bewertungsportalen gezielt nach Ihnen als Arbeitgeber. Was liegt daher näher, als sie genau da abzuholen, wo ihre Interessenslagen ohnehin liegen – nämlich bei Ihrer Bewertung? Gehen Sie daher auf die Kritik ein und zwar in einer Art und Weise, die zeigt, dass das Feedback – auch wenn es negativ ausfällt – willkommen ist und sie aufrichtig an einer Verbesserung interessiert sind. Damit lenken Sie den Fokus von der Kritik auf etwas Positives.

 

Nehmen Sie sich Kritik zu Herzen

Egal ob negatives oder positives Feedback, Unternehmen, die die Kritik ernst nehmen, können sich durch sie kontinuierlich verbessern. Zumal anonyme Bewertungen meist ehrlicher sind als selbst erstellte Mitarbeiterbefragungen. Auf negative Bewertungen und Kritik sollte konstruktiv und überlegt reagiert werden – vorschnelle Handlungen verschlimmern die Situation eher. Es lohnt sich, dem Ursprung der Kritik auf den Grund zu gehen: Wie viel Wahrheit steckt in der Kritik? Ist die Kritik berechtigt? Sollten Verbesserungen in Betracht gezogen werden? Denn noch immer gilt: Zufriedene Mitarbeiter sind nicht nur für die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens positiv, sondern auch für das interne Arbeitsklima.

 

Stärken Sie Ihre Employer Brand

Natürlich bekommt niemand gerne eine schlechte Bewertung – vor allem nicht öffentlich. Was dabei oft vergessen wird: Arbeitgeberbewertungen wirken sich auf Ihre Employer Brand aus. Bleiben die Bewertungen unbeantwortet, bleibt die Negativität unkommentiert im Raum stehen. Und wird von potenziellen Bewerbern gesehen. Nutzen Sie daher auch schlechte Reviews, um an Ihrem Image zu arbeiten und Ihre Employer Brand zu stärken. Es gehört zwar ein gewisses sprachliches Feingespür dazu, aber es ist möglich, durch die richtige Antwort Ihr Image als Unternehmen aufzupolieren und zu zeigen, dass Sie Kritik ernst nehmen und als Chance für Verbesserung sehen. Wir verraten Ihnen in sechs Schritten, wie.

 

How-To: Erfolgreich auf negative Bewertungen reagieren in 6 Schritten

1. Persönliche Ansprache
Vermeiden Sie generische Ansprachen. Durch die persönliche Ansprache mit Namen wird Ihre Antwort individueller und zeigt, dass Sie sich Zeit dafür genommen haben.

2. Bedanken Sie sich für die Bewertung
Sich für Lob zu bedanken, ist einfach. Aber auch dazu zu stehen, wenn jemand Kritik äußert, zeugt von wahrer Größe. Wenn Sie sich dafür bedanken, dass sich jemand die Zeit für eine – wenn auch negative – Bewertung genommen hat, zeigen Sie damit, dass es in Ihrem Unternehmen eine Feedbackkultur gibt, für die diese Kommentare wichtig sind.

3. Entschuldigen Sie sich und zeigen Sie Mitgefühl
Egal, wie Sie die Sache sehen – für die Person, die Sie bewertet hat, war es eine negative Erfahrung. Durch eine Entschuldigung zeigen Sie, dass Ihnen das nicht egal ist. Verwenden Sie dabei unbedingt „wir“ an Stelle von „ich“, da die Entschuldigung dadurch mehr Gewicht bekommt.

4. Übernehmen Sie Verantwortung
Vermeiden Sie es, mit Rechtfertigungen um sich zu werfen. Auch wenn es sich um einen Einzelfall, ein Missverständnis oder eine Ausnahme gehandelt hat, es handelt sich dennoch um eine Erfahrung eines (ehemaligen) Mitarbeiters, die als solche anerkannt werden sollte. Stehen Sie also dazu.

5. Bemühen Sie sich um Wiedergutmachung
Vermeiden Sie leere Floskeln, die nichts an der in der Bewertung beschriebenen Situation ändern. Gehen Sie spezifisch darauf ein, was Sie auf Grund des Feedbacks ändern möchten oder im besten Fall sogar bereits verbessert haben. Geben Sie der Person das Gefühl, dass die Bewertung nicht umsonst war, sondern für die Zukunft etwas bewirkt.

6. Verlegen Sie die Diskussion an einen anderen Ort
Es ist immer besser, Probleme im Anschluss direkt zu besprechen – egal ob telefonisch oder per E-Mail. Durch die Aufforderung, Sie mit weiteren Inputs, Anregungen, etc. zu kontaktieren, zeigen Sie außerdem, dass Ihnen die Angelegenheit alles andere als egal ist.

Als Unterstützung bei der Beantwortung von Arbeitgeberbewertungen stellen wir Ihnen außerdem Vorlagen zur Verfügung, die Sie nach Belieben anpassen und individualisieren können.

 

Autorin: Beatrix Mittermann



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