Kreativitätsförderung
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Kreativitätsförderung im Unternehmen

Innovativ in die Zukunft

Ideen hat man nicht auf Knopfdruck. Und dennoch ist es in vielen Unternehmen immer wichtiger, die entscheidende Idee zum richtigen Zeitpunkt zu haben – nur dann ist man den Konkurrenten eine Nasenlänge voraus. Firmen, die die Kreativität ihrer Mitarbeiter fördern, profitieren aber nicht nur von innovativen Ideen und neuen Sichtweisen: Auch die Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, bleiben eher im Unternehmen und erledigen ihre Arbeit mit mehr Begeisterung.

Die Fakten sind bekannt, doch die Realität hinkt noch hinterher. Internationalen Studien zufolge wenden nur 20 Prozent der Unternehmen Kreativitätsmethoden an. Nur zwei Prozent der Befragten meinen, ihr Unternehmen würde genug zur Förderung zur Kreativität leisten. Dem gegenüber geben 98 Prozent aller Befragten an, dass Kreativität für ihren Job wichtig sei.

Die besten Ideen kommen zu Hause

Dabei macht es allerdings einen großen Unterschied, wann und wo Mitarbeiter eines Unternehmens kreativ werden. Laut einer Studie der deutschen Kreativagentur iqudo haben 93,6 Prozent der befragten Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren ihre besten Ideen nicht am Arbeitsplatz. Originelle Einfälle kommen den Befragten dann, wenn sie gar nicht kreativ sein müssen: Ob unter der Dusche oder im Bad, im Bett oder auf dem Sofa oder gar auf dem WC – kreativ sind die Befragten daheim.

Auch Bewegung regt die Hirnzellen an: Beim Joggen, Spazieren gehen oder Fahrrad fahren erleben viele Befragten ihr kreatives Tageshoch. Der Hauptgrund für das kreative Tiefdruckgebiet bei der Arbeit: Stress. Dieser ist wiederum dicht gefolgt von Ablenkung durch die Kollegen oder den Chef. Eine erstaunlich hohe Zahl der Befragten gibt zudem an, dass ihre Kreativität unerwünscht sei und Ideenfindung Chefsache sei. Ein weiteres Zehntel schließlich war der Meinung, dass ihre Arbeit schlichtweg keinen Spaß machen würde und sie deshalb nicht einfallsreich wären.
Grundsätzlich, so Ideen- und Kreativitätstrainer Robert Gerlach von iqudo, entstehen Ideen in Ruhemomenten und in der Bewegung. „Der ganze Körper und nicht nur der Kopf ist eine Ideenfabrik. Diese Erkenntnis gilt es zu berücksichtigen, wenn wir über eine Hochleistungskultur nachdenken, denn Kreativität ist Hochleistungssport. Eine Arbeitskultur sollte nicht nur den Belastungspuls, sondern auch den Ruhepuls fördern. Nicht nur Zeitdruck, sondern auch Zeit für Muße sollte eingeplant werden.“

Kreativität als Unternehmensgrundlage

In Zeiten erhöhten Wettbewerbdrucks und dem viel zitierten War for Talents sollten bei Unternehmen angesichts dieser Ergebnisse alle Alarmglocken schrillen. Schnell ein paar Kreativitätsseminare durchzuführen und die Resultate in der Schublade verschwinden zu lassen, macht die Sache aber nicht besser. Wer die Kreativität seiner Mitarbeiter fördern will, muss bei der Unternehmenskultur beginnen. Der US-Konzern Google hat Richtlinien für kreative Ideen in seinen Grundlagen niedergeschrieben. Da liest man etwa Sätze wie „Innovation, not instant perfection!“ (Innovation steht über sofortiger Perfektion) oder „Ideas come from everywhere!“ (Ideen können von überall herkommen). Mitarbeiter haben „A license to pursue your dreams“ (Jeder kann seine Träume – also auch verrückte Ideen – umsetzen) und sind angehalten, so viel Information mit anderen zu teilen wie möglich: „Share as much information as you can!“ Das alles steht vor dem Hintergrund der Usability und Kundenbeziehung: An erster Stelle aller Ideen stehen die „Users, users, users!“

Merkmale innovativer Unternehmen

Innovative Unternehemenskulturen weisen mehrere Merkmale auf: Zum Einen haben Innovationen einen hohen Stellenwert im Wertesystem der Firma. Manager und Belegschaft identifizieren sich mit Innovationen, das Führungsverhalten inkludiert Kreativitätsförderung und viele Aufgaben werden in Teams bearbeitet. Zudem zeigen innovative Firmen hohe Risiko- und Fehlerbereitschaft und orientieren sich stark an Kunden und dem Markt.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jeder Mitarbeiter die eine oder andere Idee beisteuern kann. Die Frage besteht in der Umsetzung und Implementierung dieser Ideen in das laufende Firmengeschehen. Hier kommt die Führungsebene ins Spiel. Innovationspromotoren fördern die Innovationsaktivitäten im Unternehmen aktiv und haben dabei verschiedene Rollen inne: So gehören etwa Machtpromotoren der oberen Führungseben an und fördern das Innovationsgeschehen durch Einführung und Stützung kooperativer Arbeitsformen. Fachpromotoren wiederum sind Experten auf einem Spezialgebiet und Informationsmittelpunkt einer Arbeitsgruppe. Prozesspromotoren greifen verschiedene interessante Ideen auf und überprüfen sie auf ihre strategische Relevanz und Überprüfbarkeit. Auch die Umsetzung der besten Ideen geschieht unter ihrer Leitung. Beziehungspromotoren schließlich pflegen Kontakte zu Innovatoren wie Universitäten, Forschungsinstituten und anderen Unternehmen.

Kreativitätsförderung: Mitarbeiter fördern und fordern

Führungskräfte können ihre Mitarbeiter durchaus zu mehr Kreativität anregen – wenn sie umdenken. So könnte die Belegschaft dazu angehalten werden, neue Wege zu gehen, und Fehlschläge als Anlass für Lernprozesse dienen. Unvollständige Ideen werden von engagierten Chefs aufgegriffen und ausformuliert, Mitarbeiter punktuell unterstützt, wenn die Notwendigkeit dafür besteht. In der Umsetzung sollten Führungskräfte auf rasche Entscheidungen und offene Kommunikation setzen, ebenso wie auf die Wertschätzung der kreativen Leistung aller Mitarbeiter.

Führungsverantwortliche, so das Fazit der iqudo-Studie, können die Ideenquote ihrer Angestellten steigern. Voraussetzung: Wissensarbeiter fühlen sich am Arbeitsplatz genauso sicher wie daheim auf dem Sofa. Wohnliche Büroräumlichkeiten und Möglichkeiten zur sportlichen Betägigung sind also nicht nur Selbstzweck, sondern fördern auch den kreativen Müßiggang – und der führt dann vielleicht zur alles entscheidenden Idee.

Weitere Infos zur Kreativitätsförderung: http://www.iqudo.com/de.html

Bildnachweis: www.thinkstock.de



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