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Enabling Spaces

ber das Arbeiten in Ermglichungsrumen

Man sagt, das Auge isst mit. Aber nicht nur beim Essen zhlt das uere: Wie ein Bro eingerichtet ist, welche Rume den Mitarbeitern zur Verfgung stehen und wie das Gebude die Unternehmenskultur widerspiegelt, spielt gerade beim Thema Innovationen und flieende Ablufe eine groe Rolle. Thomas Fundneider, Geschftsfhrer und Wissens- und Innovationsarchitekt bei theLivingCore GmbH, erklrt im Interview mit JOBnews.at, warum Rume „mitarbeiten“ und wie man sie fr die grundlegenden Unternehmenszwecke einsetzen kann.

JOBnews.at: Herr Fundneider, was kann man sich unter „enabling spaces“ vorstellen?

Thomas Fundneider: enabling spaces, auch Ermglichungsrume genannt, sind Rume, die Wissens- und Innovationsprozesse bestmglich untersttzen. Sie bercksichtigen mehrere Dimensionen: Neben dem architektonischen Raum geht es um eine Integration von sozialem Raum, emotionalem Raum, organisationalem Raum, epistemologischem Raum und technologischem Raum. Oft spielt die Architektur und das Innendesign gar keine so groe Rolle, sondern eher der soziale und kulturelle Raum.

Was konkret ist mit sozialer bzw. kultureller Raum gemeint?

Im sozialen Raum geht es um Fragen des Vertrauens: Wie wird miteinander umgegangen, wie schaut die Fehlerkultur aus? Der kultureller Raum betrifft die Unternehmenskultur: Was passiert, wenn jemand gerade Pause macht oder nicht offensichtlich arbeitet? Wird das sanktioniert oder ermuntert man die Mitarbeiter, auch mal einfach so nachzudenken oder Konzeptionsarbeit zu machen?

Wie schafft man Rume, die einerseits zur Unternehmenskultur passen, andererseits aber Innovationen ermglichen?

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Thomas Fundneider zu enabling spaces

Im ersten Schritt geht es nicht um sofort um spezielle Raumfragen und Territorien, sondern um ein grundlegendes Verstndnis der Organisation. Welche Vertrauenskultur herrscht in der Firma, auf welcher Stufe befindet sich das Unternehmen in Innovationsprozessen, wie wird gearbeitet? Ganz wichtig ist die Frage nach dem Unternehmenskern: Was sind die wesentlichen Arbeitskernprozesse? Es geht darum, sowohl aus der Innen- wie auch der Auenansicht eine Landkarte von Dingen zu erstellen, die das Unternehmen macht, und die genannten Prozesse auf Hufungen hin abzuklopfen. Das kann je nach Unternehmensgre und Projekt ein bis drei Monate dauern. Hat man die wesentlichen Prozesse herausgearbeitet, kann man berlegen, wie man diese rumlich bersetzt.

Welche rumlichen Mglichkeiten gibt es da?

Die Brolandschaften fr so genanntes „smart working“ gehen auf die Idee zurck, dass es nicht mehr einen Arbeitsplatz fr einen Mitarbeiter gibt, sondern unterschiedliche Zonen fr unterschiedliche Ttigkeiten. Fr administrative Arbeiten setzt man sich an einen Schreibtisch, einen Projektantrag schreibt man in einem stillen Einzelraum, wo man nicht gestrt wird, und Workshops hlt man in Besprechungsrumen ab, die mit Mbeln bestckt sind, die sich schnell verschieben lassen. Die „enabling spaces“ bieten Orte fr verschiedene Ttigkeiten an, zwischen denen der Mitarbeiter sich relativ frei bewegen kann.

Wie berzeugt man Mitarbeiter von solchen neuen Arbeitslandschaften?

Indem man die sie mit den neuen Konzepten erstmal im kleineren Stil konfrontiert und Lsungen, die als Option zur Verfgung stehen, ausprobiert und testet. Das knnen etwa Besuche von Firmen sein, die schon so arbeiten. Eine andere Option wre, ein prototypisches Setting in einer Abteilung aufzubauen, um den Leuten ein Gefhl dafr zu geben, wie sich das neue Arbeiten anfhlt. Damit kann Angst abgebaut und Missverstndnissen vorgebeugt werden – schlielich versteht nicht jeder unter Brolandschaft das selbe.

Welche Rolle spielen Fhrungskrfte und HR bei der Implementierung von enabling spaces?

Die Fhrungsriege muss den Wandel aktiv mitmachen und Kommunikationsmanahmen setzen, die den Change-Prozess untersttzen. Vielen Fhrungskrften ist mittlerweile die Bedeutung des Raumes als Einflussfaktor und steuerbares Instrument klar. Es ist wichtig zu sehen, dass es nicht um das perfekt designte Bro mit teuren Mbeln geht, sondern darum, was zur Organisation passt. Gerade wenn es um Innovationsprozesse geht, sehen wir bei vielen Unternehmen noch Nachholbedarf: Wenn man schon Rume bereitstellt, die Innovation ermglichen, mssen die Mitarbeiter auch in der Lage sein, solche Prozesse umzusetzen. Da braucht es Investitionen in die Methodenkompetenz der Mitarbeiter, es reicht nicht, nur den gebauten Raum im Visier zu haben.

Betrifft das auch zuknftige Mitarbeiter ? Stichwort Employer Branding?

Solche Entwicklungen sind ein selbstverstrkender Kreislauf. Wenn ich kein attraktives Broumfeld habe, hat das Recruiting ein Problem, weil die besten Leute da nicht hingehen wollen. Andersherum knnen Design und Architektur auch fr das Recruiting genutzt werden: Man braucht Leute, die mit diesen neuen Rumlichkeiten gut umgehen knnen, und das sind hauptschlich Menschen, die auch sehr eigenstndig arbeiten knnen und eine sehr hohe Autonomie haben. Das strahlt dann wiederum nach auen– und zieht weitere Talente an.

Weitere Infos zum Thema enabling spaces finden Sie hier.

Bildnachweis: www.thinkstock.de



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Das StepStone Marketingteam schreibt ber neue und wichtige Themen sowie Trends im Online-Recruiting. Mit den beiden Jobbrsen www.stepstone.at und www.unijobs.at gehrt Stepstone sterreich zu den wichtigsten Jobbrsen in sterreich.






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