Employer Branding und PR
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Employer Branding braucht mehr PR

Zusammenspiel von HR und PR

Obwohl Employer Branding seit Jahren eines der meist diskutierten Themen im Recruiting ist, kommen viele Unternehmen nur sehr langsam voran. Eine attraktive Arbeitgebermarke kann ein wirksames Heilmittel gegen den immer stärker werdenden Fachkräftemangel sein, diese aufzubauen gelingt aber nicht von heute auf morgen.  Die Personalabteilung treibt in vielen Betrieben die Etablierung einer starken Employer Brand voran. Um auch erfolgreich zu sein, muss die Strategie vom ganzen Unternehmen gelebt und getragen werden. Für Manfred Böcker und Sascha Theisen ist oftmals die schleppende Einbeziehung der Unternehmenskommunikation ein Hemmschuh. Die beiden Autoren haben dazu 10 Thesen aufgestellt:

1. Social Media

Social Networks haben dazu geführt, dass zwischen Kandidaten und Unternehmen mehr „touchpoints“ entstehen. Die Kommunikation besteht nicht mehr nur aus klassischen Printanzeigen oder TV-Spots, sondern zusätzlich aus täglichen Facebook-Postings oder Tweets. Die Kontaktfrequenz hat sich massiv erhöht, die Überprüfung der Inhalte ist nun möglich. Das digitale, vernetzte Zeitalter, erfordert andere Methoden in der Arbeitgeberkommunikation.

2. Was zählt ist das große Ganze

Die Arbeitgeberkommunikation sollte im digitalen Zeitalter authentisch und ehrlich sein. Es geht um die Geschichte und Aussage hinter den einzelnen Botschaften, die sich für Bewerber aus der Summe aller Maßnahmen ergibt – hier ist strategische Kommunikationsarbeit wichtig.

3. PR ist wenig integriert

Für die Autoren ist PR in der Arbeitgeberkommunikation noch kein fixer Bestandteil, sonder funktioniert eher reaktiv auf externe Anfragen. Das Ziel ist die Integration der Pressearbeit in alle Aktivitäten, ähnlich wie es im klassischen Marketing und der Produktkommunikation funktioniert.

4. Mehr PR-Kompetenz

Die Verantwortung für die Arbeitgeberkommunikation liegt themenabhängig oftmals in der HR-Abteilung. Personaler und HR-Mitarbeiter haben oft keinen fundierten Kommunikations- oder PR-Background, was seitens der Autoren jedoch für eine glaubhafte und langfristig angelegte Arbeitgeberkommunikation unerlässlich ist.

5. Zusammenrücken von HR- und Kommunikationsabteilung

Nachhaltiges Employer Branding muss in den Unternehmensprozessen fest verankert sein. Zu dieser langfristigen Ausrichtung ist es notwendig, dass die Personal- und Kommunikationsabteilung noch näher zusammenrücken und Projekte gemeinsam in Angriff nehmen. Dies erfordert natürlich ausreichend personelle Ressourcen in beiden Abteilungen.

6. PR generiert Feedback

Die externe Kommunikation ist ein gutes Mittel, um Feedback vom Arbeitsmarkt einzuholen. Entsprechen die angebotenen Benefits auch den Bedürfnissen und Wünschen der Kandidaten? Die Arbeitgeber-PR kann damit auch wertvolle Insights aus dem Markt in die Employer Branding Strategie einbringen und diese weiter verbessern.

7. Die Arbeitgebermarke als Herzstück einer Employer Branding Strategie

Die Arbeitgebermarke muss in die bestehende Leitlinie der Unternehmenskommunikation verankert werden. Dies erfordert eine langfristige und unwiderrufliche Positionierung der Arbeitgebermarke. Social Networks sind hier ein willkommenes Tool, um schnell und einfach Bilder zu transportieren, ersetzen aber nicht den langwierigen, aber notwendigen Prozess zur Definition der Arbeitgebermarke.

8. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut

Das Arbeitgeberimage zu verbessern ist ein langfristiger Prozess. Dem gegenüber stehen der Fachkräftemangel und aktuelle Personalengpässe im daily business. Employer Branding erfordert Geduld, eine erlebbare Arbeitgebermarke wird nicht in einem kurzen Zeitraum aus dem Boden gestampft.

9. Employer Branding beginnt intern

Die beschäftigten Mitarbeiter sind die Botschafter des Unternehmens. Employer Branding wird scheitern, wenn die kommunizierte Unternehmenskultur wenig mit der Realität zu tun hat. Erst wenn die definierten Werte der Arbeitgebermarke intern erlebbar sind, kann man nachhaltig und glaubwürdig die Botschaften nach außen kommunizieren.

10. Employer Branding im Alleingang

Employer Branding wird oftmals als eigenes Projekt im Unternehmen angesehen. Die Arbeitgebermarke trägt wesentlich auch zum Unternehmensimage bei, daher ist notwendig, dass Unternehmenskommunikation und HR an einem Strang ziehen.

 

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Bildnachweis: www.thinkstock.de



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