#Employer Branding & Personalmarketing | Andrea Heider

Ein Jobangebot machen in 4 Schritten

So ziehen Sie die besten Kandidaten mit einem Topangebot an Land

Der Bewerbungsprozess kann mühsam und langwierig sein: Eine Stellenausschreibung mit passendem Jobprofil muss erstellt werden, Bewerbungsunterlagen müssen sondiert werden und schließlich werden Kandidaten zu persönlichen Interviews eingeladen, um sie besser kennenzulernen. Für manche Stellen haben Recruiter die Qual der Wahl, da es sehr viele qualifizierte Bewerber gibt, andere Positionen hingegen sind nicht so leicht zu besetzten. Wenn Sie sich entschieden haben, dann sollten Sie dem Kandidaten jedoch möglichst schnell ein Angebot zukommen lassen.

Sobald ein passender Kandidat gefunden wurde, sollte sichergestellt werden, dass er/sie den Job auch tatsächlich annehmen möchte. Es kann durchaus sein, dass Kandidaten zwar eine Bewerbung abschicken, beim Interview einen tollen Eindruck machen, dann aber doch nicht so interessiert sind, wie es scheint. Recruiter sollten daher im Hinterkopf behalten, dass der Wunschkandidat möglicherweise abspringt. Ärgerlich ? vor allem wenn dies im Endspurt des Bewerbungsprozesses passiert, nämlich dann wenn die Entscheidung für den Kandidaten bereits getroffen wurde. Nun ja, das lässt sich nicht vermeiden, ist aber schlichtweg Recruiting-Realität.

So machen Sie ein Angebot in 4 Schritten

Schritt 1: Was motiviert Ihren Kandidaten? Bevor Sie das Angebot machen, sollten Sie sich darüber klar sein, was dieses beinhaltet. Das bedeutet: unterschiedliche Kandidaten haben unterschiedliche Bedürfnisse. Ein Kandidat mit Familie schätzt möglicherweise flexible Arbeitszeiten, einer mit langer Anreise freut sich bestimmt über fixe Homeoffice-Tage. Hier gibt es viele Möglichkeiten, Kandidaten Benefits zu bieten. Stellen Sie das Angebot zusammen, dann greifen Sie zum Telefonhörer.

Schritt 2: Warten Sie nicht: Sobald Sie sich entschieden haben, sollten Sie sofort ein Jobangebot machen. Sie wissen ja nie, welche anderen Angebote der Bewerber noch bekommen könnte. Schreiben Sie keine E-Mail, sondern greifen Sie zum Telefonhörer. Sie können die Jobzusage mündlich vereinbaren und ein offizielles Schreiben folgen lassen.

Schritt 3: Verheimlichen Sie nichts: Offene Kommunikation mit dem Bewerber ist wichtig. Legen Sie die Karten auf den Tisch: Alle Details zu Gehalt, Sonderleistungen, Benefits, Arbeitszeiten u.ä. sind für den Bewerber notwendig, um eine Entscheidung zu fällen. Nach der Zusage sollte es für den zukünftigen Mitarbeiter keine Überraschungen geben.

Schritt 4: Geben Sie dem Kandidaten Zeit: Manche Bewerber brauchen etwas Bedenkzeit, diese sollten Sie auf jeden Fall gewähren. Je nach Position kann diese unterschiedlich sein. Ein Jobeinsteiger benötigt vielleicht ein paar Tage, eine Führungskraft, die ihren alten Job aufgeben muss oder gar umziehen muss hingegen kann sich bis zu einer Woche Zeit nehmen für die Entscheidung. In diesem Falle können Sie nach dem Angebot mit dem Bewerber in Kontakt bleiben. Auch andere Personen, die beim Vorstellungsgespräch anwesend waren, können sich nochmals beim Bewerber melden, um ihr Interesse zu zeigen. Das ist nicht nur wertschätzend, sondern kann auch ausschlaggebend für die Entscheidung sein. Selbstverständlich gibt es auch Bewerber, die gleich zusagen. In diesem Falle: Gratulation, Sie haben erfolgreich einen neuen Mitarbeiter rekrutiert!

Bildnachweis: www.istockphoto.com



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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.






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