Die perfekte Stellenanzeige. Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Online-Eye-Tracking Studie.
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Die perfekte Stellenanzeige

Online-Eye-Tracking Studie

Die perfekte Stellenanzeige – Worauf Bewerber beim Lesen von Stellenanzeigen achten zeigen die Ergebnisse einer Online-Eye-Tracking-Studie, die StepStone Österreich gemeinsam mit MindTake Research durchgeführt hat. Das Online-Eye-Tracking ist, unter Anwendung des Spotlightviewer Verfahrens, ein Analyseinstrument zur Messung der Wahrnehmung von Bildelementen. Es misst die auffälligsten Merkmale eines Bildes. Des Weiteren wird festgestellt, ob die Bild-Message wahrgenommen wird und welche Inhalte wie lange betrachtet werden. Es werden also Blickverlauf, Betrachtungsdauer der einzelnen Elemente sowie Aufmerksamkeitsschwerpunkte erfasst.

Für die Studie wurden 16 verschiedene Stellenanzeigen getestet, die sich in den Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich 10 zu untersuchenden Dimensionen unterschieden. An der Studie nahmen insgesamt 429 Personen zwischen 20 und 49 Jahren mit höherer Bildung teil. Von den 60,4% Männern und 39,6% Frauen hatten 49,2% einen AHS, BHS oder Kollegabschluss mit Matura und 50,8% einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss. 41% der getesteten Personen waren auf aktiver Jobsuche. Weiters wurde zwischen den drei Zielgruppen IT-Spezialisten, Marketing und Ingenieurswesen als auch zwischen Absolventen ohne Berufserfahrung und Spezialisten mit Berufserfahrung unterschieden. Es gibt einige Unterschiede und Feinheiten zwischen den jeweiligen Zielgruppen. Wenn man nun eine der untersuchten Zielgruppen speziell ansprechen möchte, dann lohnt es sich, die Stellenanzeigen auch dementsprechend zu gestalten.

Die wichtigsten Ergebnisse zum Gestalten einer perfekten Stellenanzeige

Jobtitel: Ganz eindeutig erhält der Jobtitel bei allen Zielgruppen die höchste Aufmerksamkeit. Daher ist es empfehlenswert die Position unmissverständlich auf den Punkt zu bringen. Eine klare, verständliche Sprache hilft. Wobei allerdings Anglizismen keinen erkennbaren Einfluss auf das Leseverhalten haben.

Aufgabenbeschreibung, Anforderungen und Benefits: Diese Punkte erhalten von den Kandidaten ebenfalls viel Aufmerksamkeit. Es hat sich gezeigt, dass Benefits und Unternehmensangebot ganz wesentliche Bestandteile für Kandidaten sind.

Logo: Das Logo wird gerne im unteren Bereich der Stellenanzeige platziert. Die Studie hat jedoch ergeben, dass es die meiste Aufmerksamkeit bekommt, wenn es sich in der linken oberen Ecke befindet.

Aufzählungszeichen versus Fließtext: Auch wenn es um die Frage Aufzählungszeichen oder Fließtext geht, liefert die Studie eindeutige Ergebnisse: klar strukturierte Blöcke werden bevorzugt. Bei zweispaltigen Anzeigen bekommt die linke Spalte die meiste Aufmerksamkeit.

Bilder: Bilder machen eine Stellenanzeige interessanter. Ein großes Bild mit mehreren Personen wird jedoch besser wahrgenommen als mehrere kleine Bilder oder ein Motiv mit nur einer Person. Einzige Ausnahme sind hier erfahrene IT-Spezialisten, bei ihnen haben Stellenanzeigen mit einem Bild auf dem nur eine Person abgebildet ist, besser abgeschnitten. Am besten platziert ist ein Bild in der oberen Hälfte der Stellenanzeige.

Ergebnisse der einzelnen Zielgruppen

Berufserfahrung versus Berufseinstieg: Es gibt Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Bewerbergruppen. Beispielsweise hinsichtlich Berufserfahrene und Berufseinsteiger, die beim Gestalten einer Stellenanzeige zum Beachten wären. Ganz Grundsätzlich schenken Berufserfahrene den Punkten Jobtitel, Aufgaben und Benefits nahezu gleich viel Aufmerksamkeit. Bei Berufseinsteigern liegt der Fokus hingegen auf den Punkten Profil und Anforderungen.

Jobtitel und Aufzählungszeichen: Quer durch alle Zielgruppen wird der Jobtitel am besten in der Mitte der Anzeige wahrgenommen. Er bekommt auch die meiste Aufmerksamkeit. Bei fast allen untersuchten Zielgruppen werden Aufzählungspunkte dem Fließtext vorgezogen. Sie sind übersichtlicher, der Bewerber bekommt dadurch schnell die notwendigen Informationen. Grundsätzlich wird der linken Spalte mehr Aufmerksamkeit geschenkt, also diese am besten für die Jobbeschreibung verwenden. Einzige Ausnahme sind erfahrene IT-Spezialisten – bei ihnen ist auch der Fließtext gut angekommen.

Logo: das Logo wird von allen Zielgruppen am ehesten beachtet, wenn es oben links platziert ist – einzige Ausnahme sind hier ITler ohne Berufserfahrung: sie ziehen das Logo in der Mitte vor.

Bilder: Bilder sprechen oft mehr als Worte, aber auch hier gibt es einen kleinen Unterschied: wohingegen ein großes Bild mit nur einer Person von IT-Spezialisten mit Berufserfahrung bevorzugt wird, ist bei allen anderen Zielgruppen ein großes Bild mit mehreren Personen im oberen Bildbereich besser angekommen.

Gehaltsangaben: Ein reales Gehalt kommt bei erfahrenen IT & Marketing Kandidaten und auch bei Ingenieuren ohne Arbeitserfahrung am besten an. IT Einsteiger und erfahrene Ingenieure ziehen eher eine Gehaltsbandbreite vor. Berufseinsteiger im Marketing mögen kollektivvertragliche Angaben am liebsten.

Download Whitepaper Online-Eye-Tracking Studie

Ein Poster, mit den wichtigsten Ergebnissen der Studie, kann kostenlos unter anfragen@stepstone.at angefordert werden.



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