Weihnachtsrede
#Work & Life | Daniela Schlick

Weihnachtsrede ohne Schrecken

So halten Sie Ihr Publikum bei Laune

Die Weihnachtsrede an die Belegschaft gehört zur Weihnachtsfeier wie das Christkind in die Krippe. Doch nicht allerorts zeigen sich Mitarbeiter begeistert vom festen Programmpunkt Weihnachtsrede. Im schlimmsten Fall erinnert man sich dabei an endlos lange Reihen von Zahlen, Daten, Fakten und formellen Floskeln. Ob die Rede beim Publikum ankommt, hängt vor allem davon ab, ob der Redner die Sympathien der Anwesenden gewinnen kann.  Dabei beeinflusst weniger der Inhalt die Wirkung der Ansprache als die Authentizität des Redners und die Dramaturgie der Rede.

Das Zitat

Ein passendes Zitat ist ein guter Einstieg für die Weihnachtsreden, wenn der Spruch mit dem Rest der Ansprache verknüpft wird. Ist man in der glücklichen Lage, dass das Zitat aus den eigenen Reihen stammt, ist das natürlich fantastisch.  Aber auch klassische Zitate eignen sich wunderbar dafür, die Aufmerksamkeit des Auditoriums auf sich zu lenken und das Publikum auf die anschließenden Worte einzustimmen.

Ein Beispiel:

Weihnachten – Ein Fest der Freude. Leider wird dabei zu wenig gelacht. (Jean-Paul Sartre)

Die Gedankenreise

Im Hauptteil der Weihnachtsrede kann der Redner – im übertragenen Sinn – zum Reiseleiter werden und seine Zuhörer zum mitreisen einladen. Ein guter Redner weiß, wohin er das Publikum führen will  und was die Menschen mitnehmen sollen. Bei einer Reise durchs vergangene Jahr ruft er gemeinsame Teammomente sowie Erfolge in Erinnerung und drückt Wertschätzung und Dankbarkeit aus. Das WIR-Gefühl kann so gestärkt werden, insbesondere weil die Belegschaft „zwischen den Jahren“ ein paar Tage frei hat und über die gesprochenen Worte nachdenken wird.

Dann ist der Zeitpunkt gekommen, mit dem nötigen Einfühlungsvermögen die Wünsche für die Zukunft zu platzieren und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Dabei sollten höchstens drei Kernbotschaften aufgenommen werden: Etwa Arbeitsplatzsicherheit, positive Marktentwicklung und Dankbarkeit für den Einsatz der Mitarbeiter.

Mit einem Bogen zum  Eingangszitat beendet man schließlich eine gute Weihnachtsrede.

Dauer der Rede

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – die möglichst dicht beieinander liegen sollten, sagt Mark Twain. Empfehlungen, wie lange eine Weihnachtsrede dauern darf, differieren. Eine gute Rede braucht nicht mehr als drei bis fünfzehn Minuten, raten Experten. Mein Tipp:  Stoppen Sie Rede im Rahmen der Vorbereitung. So merken Sie selbst, wann es Zeit wird, den nächsten Programmpunkt anzukündigen.



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Daniela Schlick

Daniela Schlick ist seit zwanzig Jahren mit Begeisterung in beratender Funktion tätig. Sie arbeitete als Personalberaterin in renommierten Personalberatungsunternehmen und als Recruiterin & Karriereredakteurin ehe sie 2008 ihr eigenes Beratungsunternehmen mit dem Schwerpunkt werteorientierter Personaldiagnostik gründete. Seit 2011 ist sie zudem Vortragende zu verschiedenen HR-Themen: www.danielaschlick.at