#Work & Life | Andrea Heider

Der Nacken schmerzt

Durch schlechte Sitzhaltung kommt es zu Nackenverspannungen

Der Nacken schmerzt – Eine verspannte Nacken- und/oder Schultermuskulatur kann uns das Leben zur Hölle machen. Nackenschmerzen können auch zu Kopfschmerzen führen, nämlich zu sogenannten „Spannungskopfschmerzen“, das sind im Grunde diffuse nicht lokalisierbare Kopfschmerzen, die jedoch alles andere als angenehm sind. Kein Wunder: Wer bei der Arbeit hauptsächlich sitzt ist anfälliger für Nackenschmerzen, Verspannungen und Probleme mit der Wirbelsäule – schlimmsten Falles kann es sogar zu einem Bandscheibenvorfall kommen. Da hört sich der Spaß dann auf, den wünschen wir nicht einmal unseren Feinden.

Nackenverspannungen können durch eine schlechte Sitzhaltung bei der Arbeit, aber auch Stress ausgelöst werden. Freilich: Mit einfachen Maßnahmen kann man Mitarbeitern helfen, etwa durch solide, ergonomische Bürosessel, Bürotische in passender Höhe, gut ausgeleuchteten Büros und modernen Computerbildschirmen. Auch gesundheitliche und arbeitsmedizinische Weiterbildungen können abhelfen. Aber was tun, wenn der Schmerz doch da ist? Wir haben eine Akuthilfe zusammengestellt, für all jene, die im Büro immer wieder an Nackenschmerzen leiden.

5 Übungen gegen Nackenschmerzen:

Armkreisen: Stellen Sie sich aufrecht hin, lassen Sie Ihre Arme kreisen. Zunächst kreisen Sie Ihre Arme gleichzeitig nach vorne 10-20 Mal, danach kreisen Sie in die andere Richtung und abschließend lassen Sie Ihre Arme gegengleich kreisen.

Schulterkreisen: Lassen Sie Ihre Schultern 20 Mal nach vorne und im Anschluss nach hinten kreisen. In weiterer Folge lassen Sie die linke Schulter nach vorne kreisen und gleichzeitig die rechte nach hinten. Wiederholen Sie dies mehrere Male und wechseln Sie dann Richtung.

Schulter heben: stellen Sie sich entspannt hin. Entspannen Sie Ihre Schultern ganz bewusst. Nun heben Sie beide Schultern gleichzeitig an (Richtung Ohren), halten diese Position 5 Sekunden und lassen locker. Wiederholen Sie dies 10 Mal.

Seitlich Dehnen: Nehmen Sie eine aufrechte Haltung im Stand ein, entspannen Sie Ihre Schultern ganz bewusst. Nun neigen Sie Ihren Kopf soweit auf die rechte Seite, bis Sie eine Dehnung verspüren, aber übertreiben Sie es nicht. Stützen Sie sich dabei mit der linken Hand in ihrer linken Hüfte, halten Sie diese Position 15 Sekunden. Dann gehen Sie in die Ausgangsposition zurück und machen dasselbe auf der anderen Seite.

Rückseite dehnen: Diese Übung können Sie im Sitzen oder im Stehen machen. Leben Sie beide Hände leicht verschränkt auf den Hinterkopf, ziehen Sie Ihr Kinn Richtung Brust, üben Sie dabei mit Ihren Händen leichten Druck aus, aber nur bis Sie einen leichten Zug im Nacken verspüren, halten Sie diese Position 15 Sekunden. Danach bringen Sie Ihren Kopf wieder in die Ausgangslage zurück.
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Andrea Heider
Andrea Heider

Beschäftigt sich mit der Frage, wie die Arbeitswelt ein menschgerechter Ort werden kann und, wie jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten bestmöglich einbringen und weiterentwickeln kann; bloggt über Karriere- und HR-Trends. Besonderes Interesse für Themen rund um Achtsamkeit, Glücksforschung und Motivation.